Thanksgiving oder warum Star Wars in Amerika zum Allgemeinwissen zählt

Thanksgiving war ja nun schon letztes Jahr, aber ich will euch trotzdem nicht vorenthalten, wie wir diesen all American Holiday verbracht haben.

Thanksgiving ist einer der wenigen Feiertage, an denen in diesem Land tatsächlich einige Läden ganz geschlossen bleiben oder zumindest früher schliessen. Das liegt daran, dass dieser Tag so ziemlich der wichtigste Feiertag in Amerika ist. Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil er religionsübergreifend von allen Amerikanern gleichermassen gefeiert wird.

Immer am letzten Donnerstag im November dreht sich in Amerika alles um den Truthahn. Den man auch schon mal zum selber bauen aus Lebkuchenteig finden kann…

imageVorher…imageNachher…

Wir waren bei einer amerikanischen Familie eingeladen, die wir auf dem Fussballplatz kennengelernt hatten. Das gab uns die Gelegenheit unser erstes Thanksgiving gleich richtig zu erleben. Da es jede Menge Essen zu vertilgen gibt, fängt man schon früh an – nachmittags um 3 ging’s los. Wir waren 15 Personen und hatten uns vorgenommen, einen 20-Pfund-Truthahn zu vernichten. Das gelang uns allerdings nicht mal annähernd, da es nebst dem Vogel auch jede Menge Beilagen zu probieren galt – traditionell werden Kartoffelbrei, Bohnen in Champignonsauce, Mais, Stuffing aus Brot und Kräutern, Maisbrötchen, Preiselbeersauce und Süsskartoffeln mit Marshmallows serviert. In unserem Fall gab es dazu noch ein finnisches Gericht und Kürbis-Risotto von uns. Mit Ausnahme der Marshmallow-Süsskartoffeln, die so fürchterlich schmeckten, wie man sich das vorstellt, war alles köstlich.

Nachdem der Tisch abgeräumt war und alle anwesenden Kinder ein Lebkuchenhäuschen gebastelt hatten, ging es munter weiter mit der Schlemmerei. Dann kamen nämlich die Pies auf den Tisch – Apple-Pie, Berry-Pie, Chocolate-Pie und Pumpkin-Pie und dazu Rahm und Eiscreme. Also eher leichte Kost ;-)…

Wir rollten mehr oder weniger Richtung Wohnzimmer, die Kids verteilten sich in den Kinderzimmern, und wir Erwachsenen spielten Scharade  – so wie man das aus Filmen und Sitcoms kennt – Klischee erfüllt :-). Wir amüsierten uns köstlich, hatten aber mit einem Handicap zu kämpfen: Philipp und ich hatten keinen blassen Schimmer von Star Wars, aber gefühlt jeder 3. darzustellende Charakter kam in einem der Filme vor. Das war also eine Bildungslücke, die es dringend zu beheben galt und Streber, wie ich bin, hab ich selbstverständlich die sofortige Lückenschliessung initiiert und der Familie alle 6 Filme an einem Wochenende aufgedrückt. Nun ja, Matteo und ich sind jetzt voll im Bilde, während Chiara und Philipp erhebliche Teile verpennt haben. Für die nächste Einladung bin ich jedenfalls gerüstet und muss dann halt mit Junior die Familienehre verteidigen.

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Einige Tage später, gab’s noch Thanksgiving bei Schwanders. Wir hatten das bereits geplant, bevor wir die Einladung unserer amerikanischen Freunde erhielten und den Truthahn schon gekauft, um mit unseren deutschen Freunden zu feiern. Ich hatte mich mit Rezepten aus der New York Times eingedeckt, deren kulinarische Datenbank eine beeindruckende Auswahl bietet. Und dann ging die Kocherei los, was alles in allem anderthalb Tage in Anspruch genommen, sich aber durchaus gelohnt hat.

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imageNun seid ihr im Bilde und morgen geht’s weiter mit den Weihnachtsferien.

May the Force be with you…;-)!

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